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C2.7

Kreislauffähig

1 Einleitung

Weggeworfene Produkte werden zunehmend Teil der sogenannten Kreislaufwirtschaft. Abfall wird verwertet und gilt damit als sinnvoll genutzt. Allerdings fallen unter den Begriff der Verwertung auch die energetische Nutzung von Abfällen, also deren Verbrennung mit Nutzung der entstehenden Abwärme sowie auch die einfache Nutzung als Füll- oder Zuschlagsmaterial z. B. bei der Herstellung von Zement oder der Herstellung von Schallschutz­wänden o. ä.. Solche Formen der energetischen oder rohstofflichen Verwertung dominieren mengenmäßig die heutige Verwertung.

Selbst wenn die Form der ursprünglichen Produkte erhalten bleibt, handelt es sich vielfach um ein Downcycling, d. h. um eine Nutzung auf einem geringeren Qualitätsniveau. Das gilt z. B. für Autoreifen, die nachfolgend zum Beschweren von Abdeckfolien in der Landwirtschaft o. ä. Verwendung finden. So macht es aus ökologischer Sicht einen signifikanten Unterschied, ob z. B. die metallischen Bestandteile eines Gerätes als Schrott eingeschmolzen und so dem Sekundärstahl zugeführt werden, oder ob ganze funktionale Baugruppen desselben Gerätes eine Wiederverwendung in einem neuen Produkt erfahren.

Mit Blick auf die möglichen umweltentlastenden Effekte von Kreislaufführungen ist also das Niveau entscheidend, auf dem Altproduktteile und ‑materialien wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Aber auch ein wirkliches (Like-For-Like-) Recycling sollte als gute Lösung erst nach einer Anforderung an ein langes Produktleben oder eine Weiter- oder Wiederverwendung aufgelistet werden.

Die nachfolgend vorgestellten Praxisbeispiele sollen verschiedene Varianten der praktischer Kreislaufführung illustrieren. Detailliertere Aspekte zum konzeptionellen Hintergrund sind im entsprechenden Themenpapier B1.7 Kreislauffähigkeit nachzulesen.

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