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C2.0

Einleitung

Im Themenblock B1 Ökodesign-Prinzipien wurden „einfache Wahrheiten“ für das Design weniger umweltbelastender Produkte vorgestellt, die dahinter liegenden konzeptionellen Ansätze erläutert und die Grenzen der jeweiligen Anwendung dargestellt.

Für Designer, die eine entsprechende praktische Umsetzung anstreben, stellen sich aber natürlich die Fragen: Welche praktischen Beispiele gibt es? Welche Marketingüberlegungen o.ä. sind mit der Realisierung verbunden? Oder welche Auswirkungen hatten die Produktveränderungen auf die Kundenbeziehungen?

Um hier erste Hinweise zu geben, wurden konkrete Produkt- und Unternehmensbeispiele zusammengestellt und in den Themenpapieren dieses Themenblocks als illustrative Beispiele für die verschiedenen Ökodesign-Prinzipien aufbereitet.

C2.1 Langlebig

Das Ökodesign-Prinzip „Langlebigkeit“ basiert auf der einfachen Überlegung, dass die in die Herstellung eines Produktes eingeflossenen (kumulierten) Umweltlasten durch eine längere Nutzungsdauer insgesamt mehr (individuellen/gesellschaftlichen) Nutzen stiften, so dass das Verhältnis dieser Lasten zum erreichten Nutzen günstiger wird.

C2.2 Reparierbar

Eigentlich ist die Reparaturfähigkeit selbst nicht direkt eine ökologisch positive Produkteigenschaft, denn noch besser als ein Produkt „einfach“ reparieren zu können ist es ja unzweifelhaft, wenn dieses schlicht länger hält.

C2.3 Materialeffizient

Wie beim Energieverbrauch gilt auch beim Einsatz von Materialien aus Umweltperspektive zunächst die einfache Näherung „Weniger ist besser!“. Denn naturgemäß sind die mit Herstellung, Transport und Verarbeitung verbundenen Umweltlasten von (Vor-) Materialien proportional zur benötigten Menge.

C2.4 Energieeffizient

Mit der Gewinnung / Erzeugung und Verteilung von Energieträgern, thermischer und elektrischer Energie gehen relevante Umweltbelastungen einher. Die Freisetzung klimarelevanter CO2-Emissionen ist vermutlich die bekannteste.

C2.5 Problemstoffarm

Das Thema Problemstoffarmut in der Produktgestaltung ist theoretisch sehr einfach: wer keine Problemstoffe im Produkt möchte, der soll keine zusetzen. In der Praxis ist das allerdings schon nicht mehr ganz so einfach, da viele der Stoffe in den Produkten einen funktionalen Nutzen erfüllen.

C2.6 Nachwachsende Rohstoffe

Die Umweltbilanzen von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen (NaWaRos) haben vielfach unbestreitbare Vorteile. Bei sachgerechter Anwendung können Materialien wie Holz oder pflanzliche Fasern einen hohen funktionalen Nutzen mit einer gerade bei der Klimawirkung günstigen Umweltbilanz verbinden.

C2.7 Kreislauffähig

Weggeworfene Produkte werden zunehmend Teil der sogenannten Kreislaufwirtschaft. Abfall wird verwertet und gilt damit als sinnvoll genutzt. Allerdings fallen unter den Begriff der Verwertung auch die energetische Nutzung von Abfällen mehr

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