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B2.2

Eindimensionale Methoden

Eindimensionale Methoden

Carbon Footprint, Water Footprint und Kumulierter Energieaufwand (KEA)

1 Einleitung

Anders als bei der Analyse mit mehrdimensionalen Bewertungsinstrumenten, wie zum Beispiel der Ökobilanz (s. Themenpapier B2.1 Die Ökobilanz), wird mithilfe der eindimensionalen Bewertungskennzahlen – wie der Name schon sagt – die Umweltwirkung eines Produktes lediglich anhand einer einzelnen Kennzahl in nur einem Umweltwirkungsbereich analysiert. Ebenso wie die mehrdimensionale Betrachtung ihre Vorzüge und Einsatzfelder hat, kann auch die eindimensionale Bewertung wertvolle Ergebnisse liefern. Darüber hinaus eignen sich manche der eindimensionalen Bewertungsmethoden gut zur Positionierung des Produktes im Markt.

In diesem Dokument wird der in der Zwischenzeit auch in der öffentlichen Wahrnehmung recht bekannte Product Carbon Footprint (PCF), der noch nicht ganz so bekannte, deswegen jedoch nicht weniger wichtige Water Footprint (WF) sowie der vor allem für das interne Controlling verwendete Kumulierte Energieaufwand (KEA) dargestellt.

Bei allen drei Kategorien handelt es sich (trotz deren wohlklingender Bezeichnungen) um wenig anderes als nackte Controlling-Kennzahlen, die zur Bewertung eines Produktes in der entsprechenden Kategorie herangezogen werden können. Beim Product Carbon Footprint zum Beispiel handelt es sich um nichts anderes als um die Kategorie Global Warming Potential (GWP) bzw. „Klimawirkung“ eines Produktes aus der weniger populären Ökobilanz.1 Die bildhafte Bezeichnung als Product Carbon Footprint in Verbindung mit der eingängigen Abkürzung PCF ist allerdings eine Steilvorlage für jeden Graphikdesigner – wodurch eine langweilige Kennzahl zu einem geeigneten Kommunikationsmittel wird.

Über die Eignung als Marketingtool darf jedoch nicht der Informationsgehalt dieser Kennzahlen übersehen werden. Sowohl beim Product Carbon Footprint (PCF), beim Product Water Footprint (PWF) als auch beim Kumulierten Energieaufwand (KEA) handelt es sich daher um Kennzahlen, die in vielen Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit zu den so genannten Key Performance Indicators (KPI), also den wesentlichen Indikatoren, gehören.

Die Berechnungsmethodik des Product Carbon Footprint bzw. des Global Warming Potential wird im Themenpapier A2 Ökobilanz eingehend erläutert und daher an dieser Stelle nicht wiederholt. 

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