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B1.6

Nachwachsende Rohstoffe

1 Konzeptionelle Idee und ihre Grenzen

Die Herstellung von Produkten aus „natürlichen“ oder „nachwachsenden“ Rohstoffen steht bei der Vermarktung von Ökodesign-Produkten vielfach stellvertretend für traditionelle Produktionsverfahren mit geringerer Umwelteinwirkung, für Produkte ohne Schadstoffproblematik und für regionale Herstellungszusammenhänge mit entsprechend positiven sozialen Effekten.

Ein eher romantisierendes Bild, welches der detaillierten Prüfung vielfach nicht standhält.

Unzweifelhaft können Materialien wie Holz oder pflanzliche Fasern durchaus einen hohen funktionalen Nutzen mit einer gerade bei der Klimawirkung günstigen Umweltbilanz verbinden. Und die Nutzung regenerativer Rohstoffquellen ist unter dem Aspekt eines sorgsamen Umgangs mit endlichen Ressourcen vom Grundsatz her sicherlich positiv zu bewerten.

Doch auch bei der Nutzung regenerativer Rohstoffquellen kann es zu Nutzungskonflikten kommen, können diese Quellen über ihre Regenerationsfähigkeit hinaus genutzt werden und kann diese Nutzung mit negativen Umwelteinwirkungen in anderen Bereichen verbunden sein.

Das Themenpapier skizziert verschiedene Nutzungsformen von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und weist auf die Anforderungen an deren „nachhaltige Nutzung“ hin.

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