Suche / Infoleiste öffnen

B1.5

Problemstoffarmut

1 Einleitung

Die Abwesenheit von Problemstoffen in einem Produkt ist sowohl aus Umwelt- als auch aus Gesundheitsschutzperspektive ein anzustrebendes Ziel der Produktentwicklung. So einfach dieser Grundsatz zunächst ist, so komplex gestaltet er sich bei der Umsetzung.

Zum einen werden die Funktionalitäten heutiger technischer Materialien oder Bauelemente vielfach durch Stoffe mit und gerade wegen ihrer problematischen Eigenschaften erreicht. Der Einsatz von weniger problematischen Alternativen ist ggf. mit Qualitätseinbußen bei der Funktionalität des Endprodukts verbunden. Daher ist abzuwägen, ob die möglichen Risiken und Nutzen einen Verzicht auf Problemstoffe rechtfertigen bzw. nahe legen, z. B. bei hochfesten und damit energiesparenden Leichtbauelementen o. ä.

Zum anderen entstehen Risiken durch die Anwesenheit von Problemstoffen erst dann, wenn diese im Lebensweg des Produktes freigesetzt werden (können) und es dadurch zu einer Exposition gegenüber Mensch oder Umwelt kommt. Bei einer vollständigen Betrachtung sind entsprechend nicht nur das Produkt selbst, sondern gerade auch die Prozesse der Herstellung, der Nutzung und der Entsorgung zu betrachten.

Dieses Themenpapier erläutert diese Zusammenhänge und zeigt, wie richtungssicher vorgegangen werden kann, ohne die Komplexität vollständiger Risikoabschätzungen bewältigen zu müssen.

Suche schließen