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A1.6

Nutzung von Fläche

Einleitung

Die auf der Erde vorhandene Landfläche unterliegt vielen verschiedenen menschlichen Nutzungen: Sie wird landwirtschaftlich zur Erzeugung von Lebensmitteln und Futtermitteln genutzt und land- und forstwirtschaftlich zur Produktion von Biomasse zur energetischen Nutzung („Bioenergie“) oder stofflichen Nutzung (nachwachsende Rohstoffe). Die Fläche wird genutzt, um Transportinfrastruktur zur Verfügung zu stellen (Straßen, Bahntrassen, Kanäle) sowie für den Bau von Siedlungsgebieten, Industriegebieten und Erholungsgebieten. Weiterhin werden Flächen von Menschen in Anspruch genommen, um Rohstoffe unter oder über Tage auszubeuten.

Diese anthropogenen Flächennutzungen zerstören in der Regel die auf dieser Fläche natürlicherweise vorkommenden Naturräume und können auch angrenzende Naturräume negativ beeinflussen: z. B. durch

  • komplette Versiegelung und die Beeinträchtigung des Wasserkreislaufs durch Gebäude, Parkplätze oder Straßen,
  • die Zerschneidung von Lebensräumen durch Siedlungsbänder und Verkehrswege,
  • Erosion oder
  • Desertifikation (Wüstenbildung) in Folge von Übernutzungen durch die Landwirtschaft.

Einige Flächen wurden daher unter Schutz gestellt, um natürlicherweise vorkommende Ökosysteme zu erhalten.

Da Fläche auf der Erde nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, konkurrieren unterschiedliche Nutzungsformen miteinander. Anthropogene Nutzung konkurriert mit Naturschutz, und auch die unterschiedlichen Nutzungsformen konkurrieren untereinander um Fläche. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung wird sich dies in Zukunft weiter verschärfen.

Daher nehmen weltweit natürliche Lebensräume immer weiter ab und das unter anderem daraus resultierende Artensterben nimmt weiter zu. In Deutschland sind natürliche Flächen heute kaum noch vorhanden.

Der Fokus der nachfolgenden Ausführungen liegt darauf, Landnutzung und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu beschreiben.

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