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A1.4

5 Relevanz für das Ökodesign von Produkten

In vielen Ökobilanzen werden die Wirkungskategorien Human- und Ökotoxizität „ausgelassen“ oder können, aufgrund der oben beschriebenen Schwierigkeiten, nur unvollständig bearbeitet werden. Das Ergebnis dieser Bewertungen sagt damit in der Regel wenig über Optimierungspotenziale des Produktes oder seines Herstellungsprozesses aus.4

Für ein wirkliches ökologisches Produktdesign sollte der Frage möglicher Risiken durch Schadstoffe / gefährliche Stoffe allerdings eine hohe Bedeutung beigemessen werden. Die Abwesenheit von Schadstoffen / gefährlichen Stoffen ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Produkten, durch das relevante Umwelt- und Gesundheitsschäden ausgeschlossen werden können.

Praktische Hinweise, wie das Thema „gefährliche Stoffe“ im Ökodesign abseits der Ökobilanzierung bearbeitet werden kann und wie aus einer gestuften Betrachtung „gefährlicher Stoffe“ gezielt Optimierungshinweise für das Produktdesign bzw. die Materialauswahl abgeleitet werden können, finden sich im Themenblock C2 Illustrative Praxisbeispiele im Themenpapier C2.5 Problemstoffarm.

4 Dies ist bei Ökobilanzen, die chemische Produkte betreffen, anders. In Bilanzierungen z.B. von Pharmazeutika sind entsprechende Daten eher vorhanden und wird aufgrund des Produktes den toxizitätsbezogenen Wirkungskategorien eine höhere Bedeutung beigemessen. Dies ist unter anderem auch dann der Fall, wenn ein Produkt während seiner Nutzung häufig (unter Verwendung von Chemikalien) gereinigt oder gewartet werden muss.

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