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A1.3

Eutrophierung von Ökosystemen

1 Einleitung

Eutrophierung bezeichnet eine Überdüngung bzw. ein Überangebot an Nährstoffen in Ökosystemen. Die Eutrophierung wurde zunächst als Problem der Gewässer erkannt und behandelt (s. unten). Später trat aber neben der aquatischen Eutrophierung auch die terrestrische Eutrophierung in den Fokus.

Die verursachenden Substanzen sind Nährstoffe, die für den Aufbau von Biomasse und somit den Erhalt intakter Ökosysteme zwingend notwendig sind. Ein Zuviel dieser Nährstoffe über ein bestimmtes Maß hinaus führt jedoch zu Schadwirkungen.

In den 1970er und 1980er Jahren waren die Oberflächengewässer und letztlich auch die (küstennahen) Meere massiven Belastungen durch Nährstoffeinträge (v. a. Phosphate) ausgesetzt. Insbesondere die Entwicklung phosphatfreier Waschmittel und die umfassende Klärung von häuslichen Abwässern hat die Belastung mit Phosphaten seither reduziert. Aber auch heute führt die Belastung mit Nährstoffen zu bedenklichen Veränderungen der Ökosysteme. Diese werden mittlerweile vornehmlich von Stickstoffverbindungen insbesondere aus der Landwirtschaft verursacht.

Die Eutrophierung von Systemen aufgrund natürlicher Prozesse – etwa bei der Verlandung eines Sees – soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, im Fokus steht der anthropogene Eintrag von Nährstoffen in die Umwelt.

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